Klimaschutzsiedlung St. Ludgerus Waltrop

  • Klimaschutzsiedlung St Ludgerus Waltrop Benthaus
Baujahr: 2012
Standort: Waltrop
Bauherr: Benthaus|GmbH

Das Grundstück war im Besitz der katholischen Kirchengemeinde St. Ludgerus Waltrop. Auf dem Grundstück befand sich eine Kirche, ein Gemeindehaus und ein Kindergarten. Durch die Gemeindefusion mit St. Peter Waltrop wurde der Standort aufgegeben. Die Kirche und die anderen Gebäude wurden abgerissen. Gemeindehaus und Kindergarten wurden wegen der Baufälligkeit auf dem Nachbargrundstück neugebaut.Da die Gemeinde nun eine Brachfläche anbieten konnte, suchte sie nach geeigneten Folgenutzungen. Eine Wohnsiedlung bot sich wegen der Infrastruktur und der umgebenden alten Bebauung an. Mit dem Konzept einer Passivhaussiedlung wurde eine in Bezug auf Nachhaltigkeit auch der Kirchengemeinde gerecht werdende Nutzung vorgestellt. Sowohl Kirchengemeinde als auch die Stadt Waltrop sehen in dem innovativen Konzept Synergieeffekte.Die Wiedernutzung des Areals durch Wohnbebauung entspricht dem Ziel der innerstädtischen Nachverdichtung. Das Grundstück ist bereits erschlossen und es werden keine wertvollen Flächen an den Stadtrandgebieten (Flächenfraß) in Anspruch genommen.Nahversorgung und ÖPNV sind sehr gut erreichbar. Die ideale innenstadtnahe Lage und gleichzeitig schnelle Anbindung an die Autobahn sind weitere hochwertige Standortfaktoren. Ein Naherholungsgebiet mit Landschafts- und Naturschutzgebiet ist fußläufig in 500 Metern erreichbar.Die geplante Bebauung ist ein Mix aus Einfamilienhäusern, Doppelhäusern und Mehrfamilienhäusern. Die Spanne von ca. 50 bis 170 m² ermöglicht es, allen Bedürfnissen gerecht zu werden.Die Mehrfamilienhäuser sind barrierefreundlich bis ins Staffelgeschoss geplant. Hintergrund ist der Gedanke, den im alten nicht-barrierefreien Quartier wohnenden Senioren die Möglichkeit zu bieten, im gewohnten Umfeld bleiben zu können. Eventuell kann dies in Kombination mit dem Zuzug der jungen Familienmitglieder in die EFHs und DHHs geschehen. Der Gedanke des Mehrgenerationenwohnens steht hier Pate.Um diese Aspekte des gemeinsamen Zusammenlebens auch nach aussen zu tragen, wird die Siedlung auch gestalterisch einheitlich betrachtet. Alle Gebäudetypen werden in einer einheitlichen, sehr modernen Architektursprache entwickelt. Die Reduktion auf drei bis vier Grundmaterialien und –farben und den kubischen Formen verdeutlicht die Einheit der Siedlung. Punktuelle Variationen in diesem festgelegten Material- und Farbmix bringen die notwendige individuelle Identifikation der Einzelgebäude.Da dieses Projekt im Rahmen einer einzelnen Bauträgermaßnahme entsteht, ist die Gewissheit gegeben, dass auch tatsächlich alle Gebäude nach diesem Schema errichtet werden.In Kombination mit dem energetischen Gedanken der Passivhäuser wird eine Einheit geschaffen, mit dem sich die Bewohner der neuen Siedlung identifizieren und Vorreiter für neue Wohngebiete werden können.Siehe auch unter NEWS.